Absprung wagen oder alles beim Alten lassen? 5 Fragen, die erste Klarheit bringen!

Beruflicher Umbruch oder Neustart ab Mitte 30 - Befreiung oder Spinnerei?

 

Viele setzen den Traum von der Zweitkarriere nie in die Tat um, weil Sie sich vor der Veränderung und ihren Folgen fürchten. Falls Sie Bedenken oder Zweifel bezüglich Ihrer beruflichen Zukunft haben, sollten Sie diese natürlich ernst nehmen und anerkennen. Jedoch sollten sie nicht dazu führen, dass Sie über Ihre Wünsche und einen möglichen beruflichen Neustart gar nicht erst nachdenken.  Schließlich können Menschen im Midlife  noch mindestens 20 bis 30 erfüllende Berufsjahre vor sich haben. Eine lange Zeitspanne, die man nicht an ein unerfülltes Leben verschenken sollte. Auch die ehemals als sicher gelobte  Festanstellung garantiert keine lebenslange verlässliche Einkommensquelle mehr, da sich - wie man auch aktuell in der Coronakrise sieht - die berufliche Sicherheit schnell in Unsicherheit oder sogar Jobverlust verwandeln kann. Umso wichtiger ist es, dass man sich über die eigenen Interessen klar wird und sich erlaubt zu hinterfragen, welche Tätigkeit für die Zukunft noch infrage käme. Es muss auch nicht immer die ganz große Lösung sein, wie etwa, sich von der Produktmanagerin in einem internationalen Konzern zur Tier-Heilpraktikerin auf dem Lande umzuorientieren. Vielleicht sind es ja auch die kleineren Umstiege, Aufstiege oder lange gehegte nebenberufliche Interessen, die (beruflich) langfristig glücklicher machen, oder vielleicht in einigen Jahren eine ungeahnte Möglichkeit zur Weiterentwicklung mit sich bringen. 

 

Aber Vorsicht: Die Entscheidung für eine Neuorientierung - besonders wenn Sie größer ausfallen soll -  sollte niemals die Folge einer Kurzschlussreaktion sein. 

 

Wir haben folgende Fragen - es sind doch mehr als fünf geworden :-) - für Sie zusammengestellt, damit Sie erste Klarheit zu Ihrem Veränderungswunsch gewinnen können: 

  • Laufe ich gerade vor etwas weg und scheue ich hier die Auseinandersetzung? Gäbe es auch eine andere Lösung als einen drastischen Neuanfang?
  • Hand aufs Herz: Könnten kleinere Veränderungen im Alltag die Situation bereits zum Besseren verändern? 
  • Ist es mein geplanter Umbruch wirklich mein persönliches Ziel? Will ich diese Veränderung und diesen Schritt von ganzem Herzen selbst? Oder fühle ich mich von außen zu einer Veränderung gedrängt?
  • Welche unterschiedlichen Empfindungen habe ich, wenn ich an diesen Schritt denke? Wichtig: Benennen Sie klar die Gefühle, die der Gedanke an die Veränderung in Ihnen auslöst. Welche Hinweise könnten Ihnen diese Gefühle geben? 
  • Welche Konsequenzen hätte diese Veränderung für mich? Was würde mein näheres Umfeld dazu sagen? 
  • Mit welchen Widerständen müsste ich bei dieser Veränderung rechnen und bin ich bereit, diese in Kauf zu nehmen?

Nehmen Sie sich für diese Fragen ausreichend Zeit und schreiben Sie sich Ihre Gedanken am besten auf.  So haben Sie sie jederzeit noch einmal griffbereit und können Schritt für Schritt mehr Klarheit für neue Entscheidungen in Ihrem Leben finden.  

 

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